Collins Aerospace und Etihad Engineering haben ein Joint Venture für die Wartung, Reparatur und Überholung von Triebwerksgondeln (Nacelles) gegründet. Damit wollen die Unternehmen zusätzliche MRO-Kapazitäten für Nacelles schaffen und Betreibern von Verkehrsflugzeugen entsprechende Instandhaltungsdienstleistungen anbieten.
Nacelle-MRO als eigener Instandhaltungsbereich
Nacelles sind die aerodynamischen Verkleidungen, die ein Flugzeugtriebwerk umschließen. Sie übernehmen dabei mehr als eine reine Verkleidungsfunktion: In das System sind unter anderem auch Funktionen für Lärmreduzierung und Brandschutz integriert.
Für die Instandhaltung macht das die Nacelle zu einer eigenständigen und wartungsintensiven Komponente des Verkehrsflugzeugs. Genau auf diesen Bereich richtet sich das neue Gemeinschaftsunternehmen.
MRO steht für „Maintenance, Repair and Overhaul“, also Wartung, Reparatur und Überholung. Das Joint Venture soll zusätzliche Kapazitäten für diese Arbeiten an Nacelle-Systemen bereitstellen.
Collins bringt OEM-, Etihad Engineering MRO-Kompetenz ein
Collins Aerospace ist Originalhersteller von Nacelle-Systemen. Der Begriff OEM steht für „Original Equipment Manufacturer“ und bezeichnet den Hersteller des ursprünglichen Systems.
Etihad Engineering deckt die Instandhaltungsseite ab. Das Unternehmen ist die MRO-Sparte der Etihad Airways Group.
Damit treffen im Joint Venture zwei unterschiedliche Rollen aufeinander: auf der einen Seite die Herstellerperspektive für Nacelle-Systeme, auf der anderen Seite die Wartung, Reparatur und Überholung von Luftfahrttechnik.
Dienstleistungen für Betreiber von Verkehrsflugzeugen
Die geplanten MRO-Leistungen richten sich an Betreiber kommerzieller Flugzeuge. Das gemeinsame Unternehmen soll dafür die vorhandenen Kapazitäten im Bereich Nacelle-MRO erweitern.
Weitere Eckdaten wurden bei der Bekanntgabe nicht genannt. Weder ein konkreter Standort noch Vertrags- oder Investitionsvolumina sind angegeben. Auch einen Zeitplan für den operativen Start enthält die Veröffentlichung nicht. Personenzitate wurden ebenfalls nicht genannt.
