GE Aerospace nähert sich im NGAP-Programm der U.S. Air Force der Montage des ersten XA102-Testtriebwerks. Der Hersteller beschafft derzeit Hardware und testet Subkomponenten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die vollständig modellbasierte Entwicklung und Fertigung des adaptiven Triebwerks.
Das XA102 entsteht im Rahmen des Next Generation Adaptive Propulsion (NGAP)-Programms für künftige Kampfflugzeuge. Technologisch baut GE Aerospace auf Erfahrungen aus dem Vorgängerprogramm XA100 auf, darunter adaptive Triebwerkszyklen, Wärmemanagement, Kraftstoffeffizienz und fortschrittliche Entwicklungsmethoden.
Neben GE Aerospace entwickelt auch Pratt & Whitney ein Triebwerk für das NGAP-Programm. Das XA103 befindet sich ebenfalls in der Hardwarephase; Pratt & Whitney bereitet den Bau eines Prototyps für Bodentests vor, die für die späten 2020er-Jahre vorgesehen sind.
„Unser Team arbeitet mit Lieferanten zusammen, um Hardware zu beschaffen und Subkomponenten zu testen, während wir uns auf die Montage des ersten XA102-Testträgers vorbereiten“, sagt Jorge Perez, General Manager Edison Works Advanced Combat Engines bei GE Aerospace. Die Erkenntnisse aus dem XA100-Programm bildeten die Grundlage, um die Adaptive-Cycle-Technologie weiterzuentwickeln und die Ziele der Air Force für Antriebe der nächsten Generation zu unterstützen.
XA102 entsteht vollständig auf Basis von Model-Based Definition
Das XA102 ist laut GE Aerospace das erste Triebwerk, das von der Konstruktion bis zur Montage vollständig mit Model-Based Definition (MBD) entwickelt wird. Anstelle klassischer zweidimensionaler Zeichnungen beschreibt ein maschinenlesbares digitales Modell das Produkt vollständig.
MBD verbindet Konstruktion, Fertigung und Inspektion. Die Daten können direkt in nachgelagerte Fertigungsprozesse übernommen werden. GE will damit Entwicklungszeit und -kosten reduzieren und weitet die modellbasierten Methoden auf Manufacturing, Inspection und Assembly aus.
Auch Zulieferer werden in diesen digitalen Prozess eingebunden. GE Aerospace unterstützt sie dabei, die modellbasierten Konstruktionsdaten in eigenen Fertigungs- und Prüfprozessen einzusetzen. Demonstrationen dieser Engineering-Methoden wurden in der ersten Programmphase abgeschlossen.
Bild: GE Aerospace
