Der US-amerikanische Flugzeugentwickler Electra ist mit seinem hybrid-elektrischen Technologiedemonstrator EL2 auf dem Downtown Skyport in Manhattan gestartet und gelandet. Auf dem überwiegend von Hubschraubern angeflogenen Landeplatz demonstrierte das Unternehmen damit den Betrieb eines Starrflügelflugzeugs ohne Senkrechtstartfähigkeit auf besonders kurzer Strecke.
Propellerströmung ermöglicht besonders kurze Start- und Landestrecken
Die technische Grundlage bildet ein aktives Hochauftriebssystem. Electra verbindet einen hybrid-elektrischen Antrieb mit mehreren elektrisch angetriebenen Propellern entlang der Tragfläche. Sie steigern die lokale Anströmgeschwindigkeit und verändern die Strömung über Tragfläche und Klappen. So entsteht selbst bei niedriger Fluggeschwindigkeit ein hoher Auftrieb.
Mit dem als Blown Lift bezeichneten Verfahren sind laut Hersteller Start- und Landestrecken von rund 46 Metern möglich. Im Unterschied zu elektrisch angetriebenen Senkrechtstartern ist es dabei nicht erforderlich, das gesamte Gewicht des Flugzeugs durch vertikalen Propellerschub zu tragen.
Als Erprobungsträger für das geplante neunsitzige Flugzeug EL9 setzt Electra den EL2 ein. Das Unternehmen prüft damit, ob sich regionale Flugverbindungen auch von sehr kleinen Start- und Landeflächen aus betreiben lassen.
Die Demonstration in Manhattan soll vor allem veranschaulichen, wie vorhandene Infrastruktur für neue Luftverkehrskonzepte eingesetzt werden kann.
Der größere EL9 verfügt bislang über keine Zulassung. Ob entsprechende Verbindungen wirtschaftlich tragfähig sind, muss sich ebenfalls erst im späteren kommerziellen Betrieb zeigen.
