Nach einem mehrwöchigen Lieferstopp erhält Boeing wieder Tragflächenkomponenten von einem zuvor ausgefallenen Zulieferer. Die Unterbrechung hatte insbesondere die Produktion des Frachtflugzeugs Boeing 777F beeinträchtigt. Auch die Fertigung der Boeing 767 einschließlich des militärischen Tankflugzeugs KC-46 war betroffen.
Fehlende Tragflächenrippen verursachten Produktionsunterbrechungen
Ausgangspunkt war ein Streit mit dem US-Zulieferer Vaero über die Lieferung von Rippensätzen für die Tragflächenhinterkante. Tragflächenrippen dienen der Formgebung und Stabilisierung der Tragflächenstruktur. Sie nehmen außerdem Belastungen auf und leiten diese an andere tragende Strukturbauteile weiter.
Boeing hatte wegen der ausbleibenden Lieferungen erhebliche Störungen seiner Produktionsabläufe hinnehmen müssen. Trotz einer zwischenzeitlichen Einigung zwischen den Unternehmen blieb die Wiederaufnahme der regulären Bauteilversorgung zunächst unklar.
Während der Quartalskonferenz am 27. Oktober 2026 bestätigte Boeing-Finanzvorstand Jay Malave schließlich, dass der betroffene Zulieferer wieder Komponenten liefert.
Die Folgen des Stillstands werden allerdings noch länger spürbar bleiben. Boeing erwartet nach eigenen Angaben auch in den kommenden Quartalen Lücken im Produktionsablauf, die auf die vorübergehend unterbrochene Teileversorgung zurückzuführen sind.
Ob die Endmontage der 777F inzwischen wieder vollständig angelaufen ist, wurde nicht ausdrücklich bestätigt. Die Wiederaufnahme der Zulieferungen bedeutet deshalb noch keine Rückkehr zum ursprünglichen Fertigungsrhythmus.
