Boeing benötigt mehr Zeit für den geplanten Ausbau der 737-MAX-Produktion. Der US-Flugzeughersteller will zunächst eine stabile Fertigungsrate von 47 Flugzeugen pro Monat erreichen. Die nächste Steigerung auf 52 Maschinen monatlich ist nach den jüngsten Planungen erst für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
Tragflächenfertigung bleibt ein Engpass
Das Unternehmen hatte bereits zuvor über Schwierigkeiten beim Hochlauf seiner wichtigsten Verkehrsflugzeugbaureihe berichtet. Ein wesentlicher Engpass liegt weiterhin in der Tragflächenfertigung. Nach Angaben des Managements haben einzelne Prozessverbesserungen nicht die erwarteten Kapazitätsgewinne erbracht.
Für höhere Produktionsraten müssen zudem weitere Bereiche der industriellen Lieferkette entsprechend leistungsfähig sein. Dazu zählen die Rumpffertigung in Wichita und die zusätzliche 737-Produktionslinie am Boeing-Standort Everett.
Boeing arbeitet deshalb weiterhin daran, die bestehenden Produktionsabläufe zu stabilisieren, bevor zusätzliche Kapazitäten genutzt werden. Entscheidend ist dabei nicht allein die verfügbare Endmontagekapazität, sondern auch die zuverlässige Versorgung mit vorgefertigten Baugruppen und Strukturkomponenten.
Die Verzögerungen wirken sich auf die Auslieferungsplanung aus. Für 2026 erwartet der Hersteller weniger als die ursprünglich angestrebten 500 Flugzeuge der 737-Familie.
Die Angaben stammen aus der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und der anschließenden Investorenkonferenz vom 27. Oktober 2026. Die angekündigten Produktionsraten sind Planungsziele und keine bereits erreichten Fertigungskapazitäten.
