Airbus und Air France-KLM gründen Joint Venture für A350-Komponentenversorgung

Airbus-A350

Airbus und Air France-KLM haben ihr Gemeinschaftsunternehmen Alpha Component Solutions gegründet. Das Joint Venture soll die weltweite Ersatzteilversorgung und Komponentenwartung für die Airbus-A350-Flotte zusammenführen. Zum Betriebsstart umfasst der Vertragsbestand bereits mehr als 500 Flugzeuge.

An Alpha Component Solutions halten Airbus und Air France jeweils 50 Prozent der Anteile. Betrieben wird das neue Unternehmen gemeinsam mit Air France-KLM. Es vereint das Fachwissen von Airbus Flight Hours Services (FHS) und Air France Industries KLM Engineering & Maintenance (AFI KLM E&M).

Kern des Angebots ist ein weltweit zugänglicher Komponentenpool, der A350-Betreibern über entsprechende Serviceverträge zur Verfügung steht. Zum Leistungsumfang zählen die Versorgung mit Ersatzkomponenten, Wartungs- und Reparaturleistungen sowie das Supply-Chain-Management.

Gemeinsamer Komponentenpool soll Standzeiten reduzieren

Beim sogenannten Component Pooling nutzen Fluggesellschaften einen gemeinsam vorgehaltenen Ersatzteilbestand. Dadurch müssen Betreiber nicht sämtliche benötigten Komponenten selbst auf Lager halten, sondern können im Defektfall verfügbare Austauschkomponenten beziehen.

Während der Reparatur oder Überholung der ausgebauten Komponente lässt sich das Flugzeug mit einem Ersatzteil weiterbetreiben. Auf diese Weise kann das Modell den Kapitalbedarf für eigene Ersatzteilbestände senken und helfen, technisch bedingte Standzeiten zu verringern.

Hierfür führt Alpha Component Solutions das weltweite Servicenetzwerk von Airbus und die Wartungserfahrung von AFI KLM E&M zusammen. Nach Unternehmensangaben bestehen bereits Verträge zur Unterstützung von mehr als 500 Flugzeugen.

Wachsender A350-Bestand erhöht Wartungsbedarf

Je mehr Airbus A350 ausgeliefert werden, desto höher ist auch der langfristige Bedarf an Ersatzteilen, Reparaturkapazitäten und logistischen Dienstleistungen. Das Gemeinschaftsunternehmen soll bestehenden ebenso wie neuen Betreibern der A350-Familie Unterstützung bieten.

Airbus erweitert mit der Kooperation zugleich sein Servicegeschäft. Air France-KLM steuert neben seinen MRO-Kapazitäten die im Betrieb eigener A350-Flugzeuge gewonnenen Erfahrungen bei.

Bild: Airbus