Fahrwerkssysteme, Luftmanagement und Stellantriebe: Liebherr Aerospace zeigt Lösungen für die Business Aviation

Liebherr Aerospace liefert das integrierte Luftmanagementsystem für die Falcon 6X von Dassault Aviation.
Liebherr Aerospace liefert das integrierte Luftmanagementsystem für die Falcon 6X von Dassault Aviation.

Liebherr Aerospace präsentiert innovative Lösungen für Business Jets. Darunter ein Bugfahrwerk, Luftmanagement-Systeme und modulare elektromechanische Stellantriebe. Zu sehen sind die Systeme auf der Business Aviation Convention & Exhibition der National Business Aviation Association (NBAA).

Fahrwerkssysteme für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb

Liebherr entwickelt, fertigt und wartet komplette Fahrwerkssysteme. Dazu gehören Fahrwerksstrukturen, Aus- und Einfahr- sowie Lenkantriebe, Positions- und Warnsysteme, Räder, Bremsen, Sensoren und Cockpit-Bedienelemente. Die Lösungen von Liebherr kommen in einer Vielzahl von Flugzeugen zum Einsatz, darunter auch in der Legacy 650 von Embraer, deren Bugfahrwerk auf der NBAA-BACE ausgestellt wird.

Luftmanagementsysteme für ein noch besseres Passagiererlebnis

Liebherr entwickelt und liefert integrierte Luftmanagementsysteme, die Luftzufuhr, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druck regulieren und so zum Komfort der Passagiere und zur Betriebssicherheit beitragen. Diese Systeme umfassen Komponenten für die Entnahme von Triebwerksluft und die Klimatisierung, die Kabinendruckregelung, die Luftverteilung, den Vereisungsschutz sowie die Zusatzkühlung. Die Lösungen von Liebherr sind für den Einsatz in verschiedenen Flugzeugtypen konzipiert und sollen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg gleichbleibende Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz liefern. Als Lösungsanbieter liefert Liebherr das integrierte Luftmanagementsystem für die Falcon 6X von Dassault Aviation

VOZC-System für ein besseres Kabinenklima

Kunden und Passagiere von Business Jets sind anspruchsvoll. Und saubere Luft höchster Komfort. Zumindest wenn es nach Liebherr geht. Deshalb hat auch Liebherr Aerospace ein VOZC-System (Volatile Organic Compound and Ozone Converter = Konverter für flüchtige organische Verbindungen und Ozon) im Programm. Die Technologie entfernt Ozon und unerwünschte Schadstoffe aus der Kabinenluft und trägt so zu einem angenehmeren Reiseerlebnis bei. Damit soll es zu einem gesünderen und frischeren Kabinenklima beitragen und nutzt dabei Liebherrs umfassendes Know-how im Bereich

Elektromechanische Stellantriebe

Liebherr ist Experte bei elektromechanischen Stellantrieben (EMA) für mittelgroße bis große Verkehrsflugzeuge. Jetzt hat das Unternehmen sein Portfolio um kleinere Aktuatoren erweitert. Das neue Konzept wurde für den AAM-Sektor (Advanced Air Mobility) entwickelt und eignet sich für kleinere Flugzeuge, Geschäftsflugzeuge und Hubschrauber. Das EMA-Familienkonzept von Liebherr stützt sich nach eigenen Angaben auf Erfahrungen aus Millionen von Flugstunden in zahlreichen Flugzeugprogrammen, bei denen in den vergangenen Jahrzehnten Aktuatoren und die dazugehörige Elektronik zum Einsatz kamen. Dieser Entwicklungsansatz ermöglicht Skalierbarkeit für kleine Einbauräume, ein günstiges Leistungs-Gewichts-Verhältnis und hohe Zuverlässigkeit.

Über National Business Aviation Association (NBAA) und die NBAA-BACE

Die National Business Aviation Association (NBAA) ist der weltweit führende Verband im Bereich Business Aviation. Er vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 10.000 Mitgliedsunternehmen und organisiert mit der NBAA-BACE eine weltweit bedeutende Fachmesse dieser Branche. In diesem Jahr findet sie vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Las Vegas, Nevada (USA) statt.

Bild: Liebherr Aerospace

Über Moritz Nolte 43 Artikel
Moritz Nolte ist Wirtschaftsingenieur, Journalist und Kommunikationsexperte und beschäftigt sich seit rund 20 Jahren mit Technik, Industrie und Mobilität. Seine Arbeit verbindet technisches Verständnis mit journalistischer Aufbereitung komplexer Themen. Im Verlauf seiner beruflichen Arbeit hat er sich intensiv mit Technologien aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und zunehmend auch der Luftfahrt beschäftigt. Dabei liegt sein Schwerpunkt auf der verständlichen Einordnung technischer Entwicklungen, neuer Produkte, Fertigungsverfahren und industrieller Zusammenhänge.