Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat eine Konsultation zu Brandschutzbarrieren im Kernbereich von Flugtriebwerken eröffnet. Im Mittelpunkt steht ein sogenanntes Equivalent Safety Finding (ESF), das die Zulassung alternativer technischer Lösungen bei gleichwertigem Sicherheitsniveau ermöglicht.
Brandschutzbarrieren sollen verhindern, dass sich ein Feuer innerhalb eines Triebwerks auf benachbarte Bereiche ausbreitet. Sie müssen hohen Temperaturen standhalten und ihre Schutzfunktion auch unter außergewöhnlichen Betriebsbedingungen erfüllen. Entsprechende Anforderungen sind in den Zulassungsvorschriften für Luftfahrzeuge und Triebwerksinstallationen verankert.
Gleichwertige Sicherheit als Voraussetzung
Die am 27. Oktober 2026 veröffentlichte Konsultation trägt die Bezeichnung „Engine Core Zone Firewalls“ und wird unter der Referenz M-TS-0000702 geführt. Gegenstand ist eine alternative technische Lösung, die die EASA im Rahmen eines Equivalent Safety Finding prüft.
Dieses Verfahren kommt zum Einsatz, wenn eine Konstruktion einzelne Zulassungsvorgaben nicht unmittelbar erfüllt, das vorgesehene Sicherheitsniveau aber durch andere technische Maßnahmen erreichen kann. Die gleichwertige Sicherheit muss gegenüber der Zulassungsbehörde nachgewiesen werden.
Die Konsultation läuft bis zum 17. November 2026. Bis dahin können Stellungnahmen zum vorgeschlagenen Verfahren eingereicht werden.
